Stadt Münster errichtet 30 neue Carsharing-Stationen

Mobilität in der Stadt Münster bleibt ein großes Thema. Der individuelle, motorisierte Verkehr soll abnehmen, dafür öffentliche Verkehrsmittel oder andere Mobilitätsarten stärker in den Fokus gerückt werden. Dazu gehört auch das Thema Carsharing, also gemeinsam genutzte Fahrzeuge. 40 solcher Stationen gibt es aktuell stadtweit, doch noch in diesem Jahr (2026) sollen weitere 30 eingerichtet werden. So schreibt es die Stadt.

Nach einem weiteren Ausbau bis 2029 soll es insgesamt 90 solcher Stationen geben. Jeder Standort werde durchschnittlich über zwei bis vier Carsharing-Fahrzeuge verfügen, schreibt die Stadt. Es gebe aber auch deutlich größere Standorte mit bis zu acht Autos. 

Zusätzlich bietet das Carsharing-Unternehmen Stationen auf privaten, aber zugänglichen Flächen an – zum Beispiel auf Supermarktparkplätzen. Im Rahmen des Ausbaus wird das Unternehmen einige private Flächen zugunsten besser sichtbarer und größerer Stationen im öffentlichen Raum aufgeben. Insgesamt will Stadtteilauto bis 2029 über 130 Stationen betreiben. 

Auch Außenstadtteile im Blick

Der Ausbau des Carsharing-Angebotes im öffentlichen Raum geschieht flächendeckend. So profitieren sowohl urbane (Wohn-)Quartiere als auch die Außenstadtteile. Neue Standorte werden im Kreuzviertel, Hansaviertel und Südviertel, an den Bahnhöfen Hiltrup und Albachten sowie in Coerde und Kinderhaus entstehen. Den Münsteranerinnen und Münsteranern stehen perspektivisch mehr als 300 Carsharing-Autos zur Verfügung. Aktuell sind es 270 Fahrzeuge, die von mehr als 7.000 Stadtteilauto-Kundinnen und -Kunden genutzt werden. Das Unternehmen ist zurzeit der einzige Carsharing-Anbieter in Münster. 

Noch einen Vorteil hat die Stadt ausgemacht: Weil Carsharing den Bestand privater Pkw und den Parkdruck in den Wohnvierteln reduziere, könne der öffentliche Raum besser genutzt werden. Dieses Ziel verfolgt auch das im Jahr 2024 vom Rat beschlossene Integrierte Parkraumkonzept. Hier sind Vergabe und Ausbau öffentlicher Carsharing-Stationen als wichtige Maßnahme verankert.  

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