Busspur am Hauptbahnhof soll bleiben

Ende März diskutiert der Ausschuss für Verkehr und Mobilität über eine Vorlage der Verwaltung: Die als Verkehrsversuch angelegte Busspur am Hauptbahnhof Münster soll „verstetigt“ werden, wie es bürokratisch heißt. Anzunehmen ist, dass dieser Vorschlag auch so beschlossen wird.

Die neue Busspur hatte im vergangenen Jahr für einige Diskussionen gesorgt. Als Teil der Verkehrsversuche wurde dem normalen Autoverkehr vor dem Hauptbahnhof eine Fahrbahn gestrichen und dem Busverkehr zugeschlagen. Der Vorteil: Vom Ludgerikreisel bis zum Landeshaus an der Warendorfer Straße.

Während es in den ersten Tagen teils heftige Staus am Bahnhof gegeben hatte, entspannte sich die Lage dort zunehmend – dafür wurden die Busse dort erheblich beschleunigt, wie die Verwaltung verfolgte. Jetzt soll aus der temporären Lösung eine dauerhafte werden. Die bisher gelbe Fahrbahnmarkierung soll bald eine weiße werden und damit die Entscheidung auch optisch verdeutlichen.

Die Kostenfrage dürfte dabei kein Hemmnis sein… vergleichsweise schlanke 32.000 Euro schlägt die Verwaltung für die Markerierungen an. Sollte der Ausschuss dem Antrag zustimmen, sollen die Arbeiten zeitnah erfolgen.

Busspur am Hauptbahnhof in Münster.

An der Kreuzung Schorlemerstraße/Engelstraße (also direkt am neuen Atlantic-Hotel) soll ab Anfang 2023 eine neue Ampelregelung dafür sorgen, dass rechtsabbiegende Autos nicht mit Radfahrern und Fußgängern in Konflikt geraten. Das dürfte auch deshalb problemlos sein, weil die Stadt seit 2019 zunehmend versucht, den Abbiegeverkehr durch solche Ampelschaltungen zu entzerren.

Die Planung sieht vor, dass bei einer noch zu definierenden „extremen Verkehrslage“ die Busspur auch für den normalen Verkehr freigegeben werden könnte. Zumindest soll hier eine solche Prüfung erfolgen.

Einige andere Aufgaben wären noch zu erfüllen, darunter:

  • Knapp hinter der Kreuzung mit der Wolbecker Straße „kollidieren“ Busspur und die Rechtsabbiegespur zur Friedrichstraße (also jene Verbindung, die dann weiter Richtung Piusallee oder rechts in die Warendorfer Straße führt). Hier kreuzen Autos/LKW mit dem Busverkehr – und auch mit Blick auf das künftige WDR-Gebäude soll die Lage dort verbessert werden.
  • Eine Prüfung soll erfolgen, ob schon auf der Von-Steuben-Straße der Individualverkehr auf eine Spur reduziert werden könnte, um die Lage direkt vor dem Bahnhof zu entzerren.

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